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der Abschied

…für den wir eigentlich noch nicht wirklich bereit sind

Fast ein ganzes Jahr ist es jetzt her, dass ich letztes Mal in Österreich war (Uli auch nur kurz zwischendurch) – länger als jemals zuvor. Das heißt, wir freuen uns einigermaßen und sind etwas aufgeregt. Dass wir unser Boot diesmal saisonbedingt länger allein lassen werden, müssen wir halt im Moment verdrängen.

Dafür wird’s aber in diesem Winter viel Zeit für unsere Kinder und viele Besuche bei Euch geben – Ha!

Die Kranerei hat geklappt, das Schiffchen steht sicher an Land. Seit mehreren Tagen haben wir jetzt Sturm und Regen (Azoren-Hoch mit 1002 hpa!) und wir kämpfen damit, alles trocken zu kriegen. Wird schon irgendwie gehen. Es ist ungewohnt, an Land zu stehen und statt Lage zu schieben, von den Vibrationen im Rigg aufgeweckt zu werden.

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Mit dem interessanten Spruch Platos, den einige von Euch ja schon kennen, und den wir im Walfangmuseum entdeckt haben, wollen wir in die Winterpause gehen:

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Für alle von uns, denen das eigenartige Insulanisch nicht ganz so geläufig ist, hier die grobe Übersetzung: “Es gibt drei Arten von Männern/Innen: die lebenden, die toten und jene, die zur See fahren…”

Liebe Grüße inzwischen rundum und bis bald in Österreich. Wir bleiben in Kontakt.

Uli & Peer

 

 

Über allen Masten ist Ruh’

…wenn nicht gerade wieder eine Front drübergeht

Ja, es wird langsam Herbst auf unserem Inselchen. Nur mehr wenige Yachten kommen jetzt durch, man trifft kaum mehr Trekking-Leute mit ihren Rucksäcken, die Kinder müssen auch wieder in die Schule statt an den schon etwas kühlen Strand. Es kehrt Ruhe ein rund um uns und die meisten Yachties sind mit Putzen, Räumen und Verstauen ihrer Schneckenhäuser befaßt. Das bleibt uns natürlich auch nicht erspart.

Aber bevor wir uns verabschieden, möchten wir Euch noch wahllos ein paar Bilder aus unserem riesigen Archiv schicken (wer wird die Festplatten jemals ernsthaft ausklauben ?!?).

Zuerst vielleicht ein paar alte und neue Freunde, die hier durchkamen: Andrea und Thomi (SY ENYA), Silvie und Yves (SY YVLIS), Celine, Mikael und Kinder (SY TUIGGY), Lydia, Christian und Kinder (SY SALANA), Alain (SY SOLAISE), NCA-Crew (SY AQUA), und noch viele Weitere. Wie immer sind es diese Begegnungen, die einen Großteil des Sinnes unserer Reise ausmachen – merci, thanks, grazie, gracias!

Außerdem wurden wir von Uli’s Tennisfreundin Anna, einer ganz lieben Krankenschwester, die uns mit billigem Auto versorgte und auch sonst rundum betreute, zu einem einfachen, aber festlichen Essen mit ihren Freunden im Clube Nautico eingeladen; ein besonderes Privileg für Nicht-Azorianer und wieder erstaunlich, mit welcher Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit wir hier aufgenommen wurden – obrigado!

Dann eine bunte Mischung aus Stadt und Land,

noch ein bisschen Kultur und Subkultur,

und schließlich einige letzte Eindrücke samt unverzichtbaren Lebensweisheiten

Nächte Woche wird die arme Voodoochile wieder einmal an Land gekrant, was sie wahrscheinlich wieder einmal nicht wollen wird. Schau’ma mal.

Auf jeden Fall hören wir uns noch einmal, bevor wir in den langen, finsteren Winter nach Österreich….

Liebe Grüße inzwischen

Uli & Peer

Margit

…liebt die weniger ausgetretenen Pfade

Sie braucht für ihre Abenteuer keine Pauschalreisen und setzt sich – wenige Tage, bevor ihre Schüler sie wieder an den Katheder rufen – kurzerhand allein in einen Flieger, der sie zu uns bringt. Cool!

Das Wetter spielt dabei nur insofern mit, als es verläßlichen Regen und Wind bringt. Davon völlig unbeeindruckt schultert unsere liebe Freundin ihren Rucksack samt Fotopparat, chartert ein Auto und zusammen ziehen wir los ins neblige Gebirge. Und wieder entdecken wir viel Neues. Als Baywatch gibt es bei diesem Wetter nicht allzu viel Arbeit.

Aus flugtechnischen Gründen, und vielleicht auch, um doch noch ein paar Sonnenstrahlen zu ergattern, wechseln die Damen nach viel zu kurzer Zeit noch schnell zur Hauptinsel Sao Miguel, wo sie Quartier nehmen: der Palacio im Parque do Jardim ist da gerade gut genug.

Die grüne Insel Sao Miguel ist doch etwas anders als unser kleineres Terceira: viele Kraterseen inmitten von höheren vulkanischen Bergen, die (fast schon richtige) Hauptstadt Ponta Delgada, warme Planschbecken als Spa’s (schön für die Has’n), einige lange Sandstrände mit Surfern (auch schön für die Has’n), Ananas- und Tabakpflanzungen, sowie Europas einzige Teeplantagen lassen keine Langeweile aufkommen. Auch gibt es für die Girlies genug Zeit, ungestört das Nötigste zu besprechen…

Laßt Euch zu Hause von Margit im Originalton erzählen: es muß nicht immer ein All-Inclusive-Club sein.

Danke für die schöne Zeit, Margit, und bis demnächst in Graz

Liebe Grüße an alle

Uli & Peer

oje

…jetz homma bei da Musi glott wos vergess’n:

Der Groove vom Pfarrer ist ja auch nicht ohne!

Bis gleich

Uli & Peer

 

diesmal weder Soca noch Reggae

…aber jede Menge andere Musik

Quer durch den Gemüsegarten wollen wir Euch einen kleinen Überblick über die vielen musikalischen Events hier auf “unserer” Insel geben, teilweise eher kurios, manchmal aber auch in erstaunlicher Qualität.

Den Azorern bedeutet Musik sehr viel – genauso wie uns natürlich

Ob “Mistkübel”,

Haydn, Mozart und Beethoven,

Jazz-Standards,

Barock bis gregorianisch,

“Rock after Midnight”,

DJ,

oder doch Folklore (man sieht, auch hier sind die Quoten beim “Stadl” am höchsten)

Fad war’s nie und immer sympathisch!

Liebe Grüße an alle, wir bleiben in Kontakt

Uli & Peer